Schutz kritischer Infrastruktur

Digitalfunkgeräte für Betreiber kritischer Infrastruktur

Man könne in Österreich stolz darauf sein, dass unsere Daseinsvorsorge funktioniere, sagte Michaela Kardeis, die Generaldirektorin für die öffentliche Sicherheit im Innenministerium am 12. Oktober 2017 in St. Pölten bei der Übergabe von Digitalfunkgeräten an Betreiber kritischer Infrastruktur. Durch die Digitalisierung begebe man sich auch in Abhängigkeiten. Obwohl IT-Systeme smart seien, seien sie doch angreifbar für Cyberattacken oder Sabotageakte. Man müsse diese daher schützen, damit diese Angriffspunkte möglichst gering seien, sagte Kardeis.

Landespolizeidirektor Konrad Kogler sprach von einem "sehr engen Verhältnis zwischen den Betreibern kritischer Infrastruktur und der Polizei". Man plane gemeinsam Maßnahmen und tausche sensible Daten aus. Mit der heutigen Übergabe werde Niederösterreich wieder ein Stück sicherer gemacht, sagte der Landespolizeidirektor. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Innenministerium bzw. der Landespolizeidirektion und dem Land Niederösterreich "von essentieller Bedeutung" sei. Elektrizitätsunternehmen, Krankenhäuser, Schienen- und Luftfahrtunternehmen seien die Lebensadern in der Gesellschaft, ergänzte Mikl-Leitner, deshalb sei der Schutz kritischer Infrastruktur von höchster Bedeutung.

Günther Ofner, Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG und Vertreter eines Betreibers, bedankte sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Behörden. Man brauche die Behörden, um Bedrohungspotenziale zu identifizieren, sagte Ofner.

Digitalfunkgeräte für elf Betreiber

Um den Schutz kritischer Infrastruktur zu gewährleisten bzw. eine rasche Kommunikation sicherzustellen, werden die Betreiber kritischer Infrastruktur in das Digitalfunknetz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben eingebunden. Gestartet wurde am 12. Oktober 2017 in Niederösterreich, wo das Digitalfunknetz bereits zur Gänze ausgebaut ist. Übergeben wurden die Digitalfunkgeräte an elf Betreiber kritischer Infrastruktur: die Landeskliniken Horn, Krems, Zwettl, St. Pölten, Mistelbach und Wiener Neustadt, das EVN-Netz, Airliquide, den Flughafen Wien, GasConnect (OMV) und die Rewe-Group.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Vorstandsdirektor Günther Ofner, Generaldirektorin Michaela Kardeis und Landespolizeidirektor Konrad Kogler in St. Pölten.
©  LPD Niederösterreich/D. Höller

Artikel Nr: 15219 vom Freitag, 13. Oktober 2017, 14:44 Uhr
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